Pilotprojekt erfolgreich:

Was ist eigentlich ein Padlet? Für was soll das gut sein? Lässt sich damit der monatliche Elternbrief - gerade in der Corona-Situation - nicht besser gestalten, um mit den Eltern gut im Kontakt zu sein? Bringt das neuen Schwung in den Austausch zwischen den Kiga-Teams? 13 Erzieherinnen und ein Erzieher aus den drei Dekanaten Neustadt/Aisch, Uffenheim und Bad Windsheim haben am 23. März die Möglichkeiten eines Padlets zum Thema "Frühling" ausprobiert. Durch die Schulung führten Sophia Lulla, Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Neustadt, die bereits viel Erfahrung mit dem Padlet durch digitale Angebote für Jugendliche sammeln konnte, und Heidi Wolfsgruber als Beauftragte in der evangelischen Bildungsarbeit. 

Weil ein Padlet wie eine digitale Schreib- und Bildertafel funktioniert, können alle nicht nur gemeinsam, sondern auch zeitgleich daran arbeiten. Auf diese Weise ist es ideal für ein interaktives Miteinander untern den Erzieher*innen, aber auch zwischen Kindergarten und Eltern und ihren Kindern. Die Teilnehmenden hatten daher auch viele Ideen, wie das Padlet zum Einsatz kommen könnte. Nur die Fragen rund um den Datenschutz setzten hier so manch guten Gedanken ein Fragezeichen. 

Gut vorstellbar wäre zum Beispiel der Einsatz des Padlets bei Kindern, die nicht in den Kindergarten kommen könnten. Auch könnte sich der Kindergarten den neuen Eltern mit Hilfe eines Padlets multimedial vorstellen. Verschiedene Kindergartenteams könnten gemeinsam an Themen arbeiten und diese Themenseiten auch anderen Kindertageseinrichtungen zur Verfügung stellen. "Das würde unserem Gedanken der Vernetzung im Bildungsbereich entsprechen", freut sich Pfarrerin Heidi Wolfsgruber, die die Kindergärten insbesondere auch als kommunale Bildungshäuser wertschätzt. "Eltern, Kinder und oft auch Großeltern lernen hier von- und miteinander - auch den angstfreien Umgang mit neuen digitalen Tools". Sophia Lulla bestätigte, dass die Kindertagesstätten einen wichtigen Beitrag im Umgang mit den Herausforderungen der Zukunft vor Ort leisten. Daher plane man auch weitere regionale Bildungsangebote zur gegenseitigen Ermutigung und Vernetzung.